Es gibt keinen Unterschied zwischen alten Antisemitismus-Postern von damals und rassistischen Tweets von heute

Diese neueste Werbekampagne der französischen Organisation Licra (Internationale Liga gegen Rassismus und Antisemitismus – International League against Racism and Antisemitism) zielt darauf ab, eine Gesetzesänderung herbeizuführen und Online-Rassismus zu verurteilen. Die Kampagne „Post-Rassismus“ wurde von der Werbeagentur Publicis Groupe entworfen, um in Frankreich vorangebracht zu werden.

Im Rahmen der Kampagne wurde ein System künstlicher Intelligenz (AI) entwickelt, um rassistische oder antisemitische Tweets zu entdecken, die dann mit rassistischen Propagandaplakaten aus der Vergangenheit verglichen werden, die eine ähnliche Botschaft vermitteln.

Die Idee ist, die Tatsache ans Licht zu bringen, dass sowohl die heutigen Tweets als auch die Plakate aus der Vergangenheit (etwa aus dem Jahr 1944) nicht so unterschiedlich sind – beide tragen Botschaften von Hass, Zorn und Negativität.

  

  

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Das Bildmaterial dieser französischen Kampagne enthält Botschaften von damals, die Tweets aus der Gegenwart gegenübergestellt wurden. Diese gepaarten Plakate werden von einer Zeile begleitet, die lautet: „Ein Plakat von 1944. Ein Beitrag von 2019. Rassismus wird weiterhin veröffentlicht.“

Um höchst hasserfüllte Botschaften zu identifizieren, wurden Propagandaplakate aus Museen wie dem Museum für jüdische Kunst und Geschichte, der Nationalbibliothek von Frankreich oder dem Nationalarchiv gesammelt.

„Rassistische oder antisemitische Erscheinungen tauchten immer häufiger auf den Straßen und in den sozialen Medien auf. Aber im Internet werden diese Hassreden aufgrund eines veralteten und unangemessenen französischen Gesetzes straflos weitergetrieben. Die Site-Hosts sind sich ihrer Verantwortung nicht bewusst, und die Nutzer fühlen sich unter der Bedingung der Anonymität unantastbar und von jeder Rechenschaft befreit, wenn sie ihre abscheulichen Äußerungen teilen“, heißt es in einer gemeinsamen Presseerklärung von Licra und der Publicis Groupe.

Source: afaqs

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