Urteil gegen Holocaust-Leugnerin Haverbeck kommt wohl bald ins Gefängnis

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Die wegen Volksverhetzung verurteilte Holocaust-Leugnerin
Ursula Haverbeck muss voraussichtlich ins Gefängnis. Die 89-Jährige scheiterte
vor dem Oberlandesgericht Celle in Niedersachsen mit einem Revisionsantrag
gegen ein Urteil des Landgerichtes Verden, das sie Ende August 2017 wegen
Volksverhetzung in acht Fällen zu zwei Jahren Haft ohne Bewährung verurteilt
hatte.

 

In dem Verfahren seien keine Rechtsfehler festgestellt
worden, sagte eine Gerichtssprecherin. Damit ist Haverbeck erstmals
rechtskräftig zu einer Haftstrafe ohne Bewährung verurteilt worden. Sie könnte
aber versuchen, den Haftantritt etwa durch Verweis auf ihren Gesundheitszustand
zu verhindern. Dann müssten Staatsanwaltschaft und gegebenenfalls Gerichte dies
prüfen.

 

Nach Angaben eines Sprechers der für ihren Fall zuständigen
Staatsanwaltschaft in Verden wurde Haverbeck bislang noch nicht zum Haftantritt
geladen. Ob sie dagegen Einwände vorbringen werde, sei derzeit nicht absehbar,
sagte er.

 

Haverbeck leugnet immer wieder öffentlich den von den Nazis
organisierten Völkermord an den Juden während des Zweiten Weltkriegs. Die
Rechtsextremistin wurde bereits diverse Male wegen Volksverhetzung zu Geld- und
Bewährungsstrafen verurteilt.