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Deutschland Kampf gegen Antisemitismus

Klage gegen die Fluggesellschaft von Kuwait: „Ich habe eine koschere Mahlzeit verlangt – und mein Flug wurde gestrichen“

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Source: ynet

Samuel M., ein israelischer Geschäftsmann in Frankfurt, der in Deutschland lebt, reichte gestern Abend (Montag) im Gericht von München eine Klage gegen die Fluggesellschaft von Kuwait „Kuwait Airways“ ein, die ihn aus antisemitischen Motiven diskriminiert hat. Die Klage besagte, dass das Unternehmen ihm den Flug verweigerte, weil er israelischer Staatsbürger war. Die Klage wurde vom Lawfare Project eingereicht, einem Gremium, das sich aus pro-israelischen jüdischen Juristen zusammensetzt.

In der Klage verzeichnet der Geschäftsmann, dass er den Flug von München nach Sri Lanka im November letzten Jahres bestellt hatte, aber die Fluggesellschaft sich weigerte, ihn ins Flugzeug zu lassen, weil er einen israelischen Pass besitzt. Er sagte, als er sich erkundigte, ob er ein koscheres Essen auf dem Flug bekommen kann, er gefragt wurde, ob er einen israelischen Pass habe. Als er antwortete, dass er in die Tat einen israelischen Pass besitze, wurde ihm gesagt, dass er nicht mit der Gesellschaft fliegen könne und er wurde an ihre Anwälte weitergeleitet.

Die Organisation schätzt, dass es bald eine Verhandlung vor dem Bezirksgericht in München geben wird, wo die Klage eingereicht wurde, und wo die kuwaitische Fluggesellschaft auf die vorgebrachten Argumente reagieren werden muss. Dies ist der zweite Fall, in dem die Organisation im Auftrag eines israelischen Staatsangehörigen einen Anspruch geltend macht, weil ihm der Flug verweigert wurde. Früher begründete die kuwaitische Fluggesellschaft die Diskriminierung damit, dass ein altes kuwaitisches Gesetz es den Bürgern des kleinen Staates angeblich verbietet, mit israelischen Staatsangehörigen Geschäfte zu machen.

Brooke Goldstein, Direktorin des Lawfare Project, sagte: „Kuwait Airways hat sich immer wieder als eine bigotte Fluggesellschaft mit einer bigotten Politik erwiesen, die in einer modernen liberalen Demokratie keinen Platz haben sollte. Ein Unternehmen, das israelische Staatsbürger aus dem Flugzeug wirft, sollte aus Deutschland ausgewiesen werden. Wenn einem Juden, der in Deutschland oder irgendwo anders ein koscheres Essen verlangt, das Recht zu fliegen versagt wird, dann muss jede Person, die die Werte der Gleichheit, der Fairness und der Rechtsstaatlichkeit respektiert, zutiefst schockiert sein.”