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Attacke Deutschland

Wieder judenfeindliche Attacke in Berlin

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Source: bz-berlin

Neukölln, Berlin – Während einer Veranstaltung zum palästinensischen „Nakba“-Tag kam es am Samstag vor einer Woche auf dem Hermannplatz in Berlin-Neukölln zu einem körperlichen Angriff auf einen Israeli – wie erst jetzt bekannt wurde.

Ein Israeli (26) wird während einer palästinensischen Veranstaltung auf dem Hermannplatz (Neukölln) von einem wütenden Mob angegriffen. Gegen drei Angreifer und auch gegen den israelischen Musiker wird nun wegen Körperverletzung ermittelt.

Der ungeheuerliche Vorfall ereignete sich bereits am Samstag vor einer Woche. Auf einem Video ist zu sehen, wie rund ein Dutzend Männer den 26-jährigen Musiker bedrängen und ihm auf den Kopf schlagen. Der junge Mann war nach eigenen Angaben zufällig auf der Veranstaltung, habe laut dagegen protestiert und „Israel! Israel!“ gerufen, schreibt das Jüdische Forum für Demokratie und Antisemitismus auf seiner Facebook-Seite.

Palästinensische Folklore? Das Jüdische Forum ist entsetzt: „Die PFLP ist seit den 1960er-Jahren für zahlreiche Terroranschläge in Europa und Israel verantwortlich und wird von der EU, den USA sowie Israel als Terrororganisation eingestuft.“

Jetzt ermittelt der Staatsschutz. Fünf Anzeigen wurden aufgenommen, u.a. wegen Körperverletzung, Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz und Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. Auf einem Anti-Israel-Plakat soll eine SS-Rune zu sehen gewesen sein.

„Wir sind schockiert, dass Berlin erneut Schauplatz eines antisemitischen Angriffes geworden ist“, so Deidre Berger, Direktorin des American Jewish Committee (AJC), in der Berliner Morgenpost. Die Attacke reihe sich in eine Kette judenfeindlicher Übergriffe in Berlin ein.

Laut Opfer sollen die Täter auch antisemitische Parolen gerufen haben. Berger: „So niederträchtig dieser Angriff ist, so wenig überrascht er uns. Denn die Kundgebung war eine regelrechte Hassparade gegen den jüdischen Staat.“