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Deutschland Jahresbericht

Rechte Gewalt in Ostdeutschland nimmt zu: Bericht

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Source: VBRG

Fernrechtsextreme haben 2018 über 1.200 Anschläge in den neuen Bundesländern verübt, ein neuer Bericht, der am Dienstag veröffentlicht wurde.

Der Bericht der VBRG, einer Dachorganisation von Beratungsstellen für Opfer von Rechtsgewalt, warnte vor zunehmender Gewalt von Rechtsextremen in Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

“Leider haben wir im vergangenen Jahr eine achtprozentige Zunahme solcher Angriffe erlebt”, sagte der Vorsitzende des VBRG, Robert Kusche, auf einer Pressekonferenz in Berlin.

“Jeden Tag waren mindestens drei Menschen Opfer von rechtsgerichteten, rassistischen oder antisemitischen Gewalttaten geworden”, sagte er.

Die Zentren der VBRG in den neuen Bundesländern meldeten im vergangenen Jahr 1.212 Angriffe auf Ausländer, Einwanderer oder politische Rivalen, gegenüber 1.123 im Jahr 2017.

In Ostsachsen gab es die meisten Gewaltverbrechen von Rechtsextremen, im vergangenen Jahr waren es 317 Angriffe, gegenüber 229 im Jahr 2017.

Kusche betonte die Bedeutung der Arbeit der Beratungsstellen, indem sie sowohl die Opfer unterstützen als auch die rechte Gewalt genau beobachten und zuverlässige Statistiken veröffentlichen.

“Allein 2017 haben wir 1.123 Rechtsangriffe in Berlin und den neuen Bundesländern registriert, aber im selben Jahr verzeichnete das Bundesinnenministerium nur 821 Angriffe im ganzen Land”, sagte er.

Kusche sagte, dass Beratungszentren in den westlichen Bundesländern keine unabhängig etablierten Zahlen liefern konnten, da es ihnen an finanziellen Quellen für eine umfassende Überwachung der rechten Gewalt in ihrer Region fehlte.

Verweise:

(1) Pressemitteilung der Mobilen Opferberatung in Sachsen-Anhalt vom 2.4.2019Pressemitteilung der Beratungsstelle ezra in Thüringen vom 27.03.2019; Statistik von SUPPORT des RAA Sachsen e.V. vom 07.03.2019Pressemitteilung LOBBI in Mecklenburg-Vorpommern vom 06.03.2019Pressemitteilung Opferperspektive e.V. vom 06.03.2019Pressemitteilung von ReachOut Berlin vom 06.03.2019

(2) Pressemitteilung der Opferberatung Rheinland und der Beratungsstelle Back Up vom 2.4.2019

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