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Analyse: Antisemitismus vereint die radikalen Linken und die extremen Rechten

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Source: world Israel news

Trotz der enormen ideologischen Unterschiede zwischen ihnen vereinen viele Faktoren das Weltbild der extremen Rechten mit dem Bündnis zwischen der radikalen Linken und dem Islam, in dem die Juden und Israel eine unverhältnismäßige Rolle spielen

Von Daniel Krygier, World News Israel

Die antisemitischen Äußerungen der neuen Kongressabgeordneten Ilhan Omar haben sie zu einem der am meisten diskutierten Mitglied des Kongresses gemacht, einschließlich des Lobes, das der Anhänger der „weißen Vorherschaft“ und ehemalige Führer des Ku Klux Klan, David Duke, vor kurzem auf sie gehäuft hatte.

„Trotz der Z.O.G. („zionistisch besetzten Regierung“) ist Ilhan Omar JETZT das wichtigste Mitglied des US-Kongresses!“, schrieb Duke auf seiner Website unter Verwendung der Abkürzung für „Zionist Occupied Government“. Dieser antisemitische Begriff bezieht sich auf die fiktive Behauptung, dass die Regierung der Vereinigten Staaten heimlich von Juden kontrolliert werde.

Auf den ersten Blick mag es ironisch erscheinen, dass ein Anhänger der weißen Vorherrschaft eine schwarze muslimische Einwanderin von ganz links unterstützt, deren Weltbild sich völlig von dem seinen unterscheidet. Obwohl die extremen Rechten und die extremen Linken in den meisten Fragen häufig nicht übereinstimmen, ist die Unterstützung von Omar durch Duke das jüngste Beispiel für ihre Gemeinsamkeiten, wenn es um Israel und Juden geht.

Trotz der enormen ideologischen Unterschiede verbinden viele Elemente die Ansichten der extremen Rechten mit denen des Bündnisses zwischen der extremen Linken und den Islamisten, in dem Juden und Israel eine unverhältnismäßige Rolle spielen.

Sowohl radikale Islamisten als auch Neonazis sind Anti-Globalisten, die Juden und Zionisten für alle realen und imaginären Missstände der Welt verantwortlich machen. Ähnlich wie die islamistischen Extremisten befürwortet Duke antisemitische Verschwörungstheorien, wie den unerhörten Mythos, dass Zionisten hinter den Terroranschlägen vom 11. September standen.

Rechtsextreme und radikale Linke werfen den Juden außerdem vor, die Weltwirtschaft zu kontrollieren und die globalen Medien zu führen. Die Tatsache, dass Israel auf der ganzen Welt stärker dämonisiert wird als jedes andere Land, wird aus Bequemlichkeitsgründen aus der Gleichung gestrichen.

Omar dämonisierte den jüdischen Staat, indem sie vorgab, dass es keinen Unterschied zwischen dem demokratischen Staat Israel und dem islamistischen Regime des Irans gäbe.

Im Jahr 2006 lud der ehemalige iranische Präsident Mahmoud Ahmadinedschad Duke zu einer Holocaust-Leugnungskonferenz nach Teheran ein.

“Die Zionisten nutzten den Holocaust als Waffe, um die Rechte der Palästinenser zu verweigern und die Verbrechen des Staates Israel zu verdecken”, sagte Duke dem iranischen Publikum. Diese Aussage zeigt, dass Rechtsextremisten überhaupt nicht zögern, selektiv Elemente der antisemitischen Rhetorik der extremen Linken zu borgen.

Es ist nicht bekannt, dass Anhänger der „weißen Vorherschaft“ sich für Menschen aus der Dritten Welt interessieren, die sie doch als „rassisch minderwertig“ betrachten. Die ideologische Reinheit wird jedoch oft ignoriert, wenn es darum geht, den Hass auf Israel und das jüdische Volk zu fördern.

Im Herzen des unverhältnismäßigen Neides auf die Errungenschaften der Juden vereinigt sich die radikale Linke mit den radikalen Islamisten. Die Unterstützung Dukes für Omars antisemitische Bigotterie zeigt einmal mehr, dass es in Bezug auf Judenhass eine zunehmende Verschmelzung radikaler ideologischer Gegensätze gibt, die alle politischen, rassischen und religiösen Angelegenheiten überschreitet.

Daniel Krygier ist Schriftsteller und Politologe. Er lebt in Israel.