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Deutschland Jahresbericht

Antisemitische Straftaten in NRW nehmen weiter zu

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Source: domradio

Die Zahl der antisemitischen Straftaten in Nordrhein-Westfalen hat weiter zugenommen. In Dortmund, Köln, Düsseldorf, Bochum und Oberhausen werden laut Angaben die meisten judenfeindlichen Delikte verübt.

Im vergangenen Jahr registrierte die Polizei 350 judenfeindliche Delikte, wie NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) am Freitag auf eine parlamentarische Anfrage der Grünen im Düsseldorfer Landtag mitteilte. Bei 16 dieser antisemitischen Straftaten habe es sich um Gewaltdelikte gehandelt. Bereits in den Jahren davor hatte es einen Anstieg der judenfeindlichen Straftaten von 296 Delikten im Jahr 2016 auf 324 Delikte 2017 gegeben.

In 248 von 350 Fällen wurden laut Angaben die Strafermittlungen wegen Antisemitismus eingestellt, weil häufig kein Täter ermittelt werden konnte. Lediglich in 72 Fällen kam es zur Erhebung einer Anklage und in 48 Fällen zu einer Verurteilung. Die antisemitischen Straftaten waren nach Erkenntnissen der Polizei in der überwiegenden Zahl der Fälle (311 von 350) rechtsextremistisch motiviert. Die meisten judenfeindlichen Delikte wurden in Dortmund (34), Köln (28), Düsseldorf (21), Bochum (18) und Oberhausen (15) verübt.