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Jahresbericht Ukraine

Bericht über Antisemitismus in der Ukraine für das Jahr 2018

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Source: jewseurasia

Die jüdische Föderation der Ukraine hat im vergangenen Jahr 107 antisemitische Vorfälle registriert.

Es handelt sich dabei um den offiziellen Bericht der Organisation zum Thema: “Antisemitismus in der Ukraine im Jahr 2018”.

Die Organisation überwachte im vergangenen Jahr antisemitische Vorfälle auf ukrainischem Territorium und legte einen offiziellen Bericht vor.

Das Dokument ist eine Studie über das Problem der nationalistischen Intoleranz gegenüber den Juden. Der Hauptteil des Berichts ist den Mitteilungen über antisemitische Vorfälle und deren Untersuchung gewidmet.

Nach Angaben des Managements der Organisation begann 2018 eine systematische Nachverfolgung und Registrierung antisemitischer Vorfälle.

Der Bericht enthielt Prognosen über die mögliche Entwicklung des Antisemitismusproblems in der Ukraine und Empfehlungen zur Lösung des Problems. Die Organisation geht davon aus, dass der Bericht auf verschiedenen Ebenen von Nutzen sein wird – sowohl offiziellen Stellen als auch jedem Juden in der Ukraine.

Die Organisation bestätigt auch die Existenz von Antisemitismus in der Ukraine, weist jedoch auf ihren täglichen Charakter hin. Der Bericht erwähnt eine Zunahme an täglichen antisemitischen Vorfällen und Vandalismus.

Gleichzeitig weist die Organisation darauf hin, dass im Jahr 2018 keine Fälle von körperlicher Gewalt, die durch Hass gegen Juden motiviert war, verzeichnet wurden.

Im Jahr 2018 verzeichnete die Jüdische Föderation der Ukraine 107 antisemitische Vorfälle. Davon wurden 31 durch Anrufe bei der jüdischen Hotline der Ukraine “910” aufgezeichnet. Einige Ereignisse wurden in den ukrainischen Medien veröffentlicht und auf andere wurde vom jüdischen Sozialaktivisten Eduard Dolinsky aufmerksam gemacht.

Als Ergebnis der Studie wurden die gesammelten Informationen in drei Kategorien unterteilt:

  1. Direkter Antisemitismus, wie zum Beispiel Handlungen, die darauf abzielen, die Juden zu demütigen, Gedanken über ihre Unfähigkeit, ihre Unmenschlichkeit, die Existenz einer jüdischen Verschwörung, Verleumdung und direkte Drohungen gegen Juden zum Ausdruck zu bringen – 73 Vorfälle.
  2. Indirekter Antisemitismus – Vorfälle von Fremdenfeindlichkeit, bei denen der Teilnehmer nicht direkt handelt, um Juden zu diffamieren oder zu diskriminieren, sondern es unbeabsichtigt tut – 18 Vorfälle.
  3. Erklärungen oder Handlungen antisemitischer Natur, die von offiziellen Vertretern gemacht werden – 16 Vorfälle.