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Deutschland Jahresbericht

Rückgang antisemitischer Straftaten in Thüringen

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Source: thueringen

Die Juden- und Israel-feindlichen Straftaten in Thüringen sind zurückgegangen. Das geht aus Zahlen hervor, die das Landeskriminalamt (LKA) auf Anfrage von MDR THÜRINGEN mitteilte. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres wurden dem LKA zufolge 32 solcher Delikte gemeldet. Das waren sieben weniger als im selben Zeitraum 2017.

Zu den Tätern gab es keine Angaben. In der Vergangenheit waren es allerdings vor allem Rechtsextreme. Zu antisemitischen Straftaten gehören unter anderem das Verharmlosen oder Leugnen des Holocaust oder das Beschmieren jüdischer Gedenkstätten mit Nazi-Symbolik.

Zuletzt hatte der Antisemitismus-Beauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, bemängelt, dass deutsche Sicherheitsbehörden Probleme hätten, Straftaten gegen Juden richtig einzuordnen. “Die Bekämpfung von Antisemitismus scheitert häufig schon daran, dass er nicht erkannt wird”, sagte Klein im September in Jena auf einer Tagung des Instituts für Demokratie und Zivilgesellschaft.

Konkret hatte Klein gefordert, die Definition der Bundesregierung von Antisemitismus bei Polizisten, Staatsanwälten, aber auch Lehrern noch bekannter zu machen. Wenn antisemitische Straftaten von den Sicherheitsbehörden als solche erkannt worden seien, dann würden sie in der Regel auch angemessen verfolgt, sagte Klein.