04-08-2013

Antisemitismus und Islam

source: http://bpeinfo.wordpress.com/2013/07/07/antisemitismus-und-islam/


von Helmut Zott

 

Von muslimischer Seite erzählt man uns Ungläubigen ständig „Islam ist Frieden“ und beschimpft diejenigen als „islamophob“, die diesen Betrug und dieses Lügengespinst durchschauen und zu Recht über die Entwicklung in Europa besorgt sind. Man möchte uns Ungläubigen suggerieren, dass bei uns eine krankhafte Fehlhaltung vorliege, aber in Wirklichkeit ist es so: je besser man den Islam kennt und versteht, desto größer werden die Sorgen und Ängste um die eigene Existenz und um die Zukunft unseres demokratischen Staates sein. In dem Maße wie die Scharia an Bedeutung und der Islam an Macht gewinnt, schwinden die rechtsstaatliche Ordnung und die demokratische Bestimmung. Auch die Juden sollten erkennen, dass im künftigen Europa ihr Dasein umso bedrohlicher wird, je mehr die Demokratie durch den demographischen Faktor an Einfluss verliert. „Der sicherste Indikator für die Fortsetzung der Entdemokratisierung Europas ist jedoch das Ausmaß, in dem es zukünftig auch seine Tendenz zum Antisemitismus verstärken könnte“ (H.-P. Raddatz).

 

Es ist nicht verwunderlich, dass der Antisemitismus mit dem Erstarken des Islams in Europa zunimmt und wir heute eine islamische Renaissance des Antisemitismus erleben, wenn man weiß, dass der Antisemitismus tief im islamischen Denken verwurzelt ist, und Mohammed selbst, der angeblich größte aller Propheten und das Vorbild aller Muslime, durch seine vorbildhafte Judenbekämpfung und seine prophetischen Voraussagen den Grund und den Keim zur Vernichtung der Juden, und letztlich auch des Staates Israel in unserer Zeit, gelegt hat.

 

Die Situation von heute ist nicht unähnlich derjenigen von damals, als sich der Nationalsozialismus etablierte. In der Judenfrage bestand bekanntlich eine konspirative und kooperative Übereinkunft zwischen den Muslimen mit ihrem originären islamischen Judenhass und den Hitleranhängern, wie das in den folgenden Worten des „Mufti von Jerusalem“ Amin el-Husseini (1897 – 1974)zum Ausdruck kommt: „Allah hat uns das einzigartige Vorrecht verliehen, das zu beenden, was Hitler nur beginnen konnte. Fangen wir mit dem Djihad an. Tötet die Juden, tötet sie alle“.

 

„Schon 1974 sprach die UNO vom Führer der PLO (Arafat) als „Oberhaupt der palästinensischen Nation“, und Papst Johannes Paul II. empfing ihn (Yassir Arafat, 1929 – 2004: „Für uns bedeutet Frieden die Zerstörung Israels“) öfter als jedes andere weltliche „Oberhaupt“. Seit der UN-Konferenz in Durban redet man vom „Terrorstaat Israel“ und rückt dessen Existenzkampf in die Nähe des Holocaust. Unter dem Eindruck des in Frankreich besonders ausgeprägten Antisemitismus sah der frühere Ministerpräsident Rocard die Gründung des Judenstaats als ‚historischen Fehler’ “ (Dr. Hans-Peter Raddatz).

 

Angesichts der Tatsachen bleibt es unverständlich, dass für Bassam Tibi, den allseits geschätzten Islamkenner mit Vorbildcharakter, solche Figuren wie Amin el-Husseini nur Ausdruck „dunkler Schatten“ arabischer Germanophilie und des „tragischen Widerspruchs“ zum arabischen Semitentum sind. „Kurz: Der Islam ist eindeutig frei von Antisemitismus!“, verkündet er nicht ohne Stolz (Bassam Tibi: Islam und Deutschland, zitiert nach Dr. Hans-Perter Raddatz „Allah und die Juden“ Seite 214).

 

Es gilt zunächst zu erkennen, dass der Islam neben rituell-religiösen Bestandteilen, die man mit den so genannten „Fünf Säulen des Islams“ in Verbindung bringen kann, auch einen unabdingbaren politischen und einen ebenso wichtigen eschatologischen Aspekt wesenhaft mit einschließt. So wie Marx von einem paradiesischen Urzustand ausgeht, der atheistisch, klassenlos und konfliktlos gedacht wird, und der sich nach immanenten dialektischen Entwicklungsgesetzen entfaltet, bis er sich am Ende, nach langem Kampf zwischen den neu entstandenen Klassen und Religionen, zu einer erdumspannenden klassenlosen Brudergemeinschaft entwickelt, so liegt auch dem Islam die Idee und der Impuls einer zielstrebigen Menschheitsentwicklung mit einem Endzustand zu Grunde.

 

Wir stehen nach islamischer, vor allem schiitischer Auffassung, in einer letzten Entwicklungsphase, die mit der Vorstellung der Judenvernichtung, gemäß eines Ausspruches Mohammeds, eng verbunden ist:

 

„Eines Tages wird zwischen den Muslimen und den Juden ein großer Krieg ausbrechen. Der Jüngste Tag wird erst dann anbrechen, wenn auch der letzte Jude von der Bildfläche verschwunden ist“.

 

Es ist also Mohammed, der Judenschlächter von Medina, auf den sich sowohl die Sunniten, als auch die Schiiten bei ihrem Vernichtungswahn berufen können.

 

Ungeachtet der Frage, ob es sich um eine echte Prophetie handelt oder nicht, scheint es so, als glaubten die Muslime von heute, die Zeit der Erfüllung sei nun gekommen und sie hätten die Verpflichtung, die Worte Mohammeds mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln, sogar mit Hilfe der Atomwaffen in die Tat umzusetzen. Nicht nur der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad spricht mit der Drohung und Ankündigung der Vernichtung Israels vielen Muslimen aus dem Herzen, auch viele fromme sunnitische Prediger äußern sich immer lauter und häufiger in diesem Sinne.

 

Der Scheich Madiras, ein Imam aus Palästina, wandte sich im September 2005 mit folgenden Worten an die Gläubigen:

 

„Die Zeit der Auferstehung wird nicht anbrechen, bevor nicht die Muslime die Juden bekämpfen und sie töten. Die Muslime werden die Juden töten und werden darüber jubeln, und Allahs Sieg feiern. … Der Prophet sagt: `Die Juden werden sich hinter dem Stein und dem Baum verstecken und der Stein und der Baum werden sagen: Oh Muslim, du Diener Allahs, hier ist ein Jude hinter mir. Komm und töte ihn!`“

 

Im gleichen Geiste predigte Scheich Ibrahim Mudeiris am 13. Mai 2005:

 

„>Allah plagt uns bis heute mit dem Volk, das den Gläubigen am meisten feind ist – den Juden. `Wahrlich, du wirst finden, dass die Juden und die Polytheisten den Gläubigen am meisten feind sind.’ Allah warnte seinen geliebten Propheten Mohammed vor den Juden, die ihre Propheten getötet, ihre Heilige Schrift gefälscht und zu allen Zeiten Verdorbenheit und Korruption verbreitet hatten. … Hört auf den Propheten Mohammed, der euch von dem bösen Ende erzählt, das auf Juden wartet.“

 

Das Erschreckende daran ist, dass hier keine Verrückten sprechen, sondern islamische Geistliche, die den Koran und die Sunna kennen und sich genau an diese halten.

 

Für fromme Muslime, für die alles was der Prophet Mohammed getan und gesagt hat wahr und heilig ist, kommt der Aussage von Mohammed auch heute noch eine besondere Bedeutung zu:

 

Die schockierenden Sprüche, die Mahmud Ahmadinedschad seit einiger Zeit von sich gibt, sind nicht Ausdruck einer neuen politischen Denkweise oder das irre Gerede eines islamischen Extremisten, sondern Abbild eines urislamischen Gedankengutes. Er handelt dabei nicht nach seinen eigenen Vorstellungen oder gar nach Gutdünken, sonst könnte man sagen, er ist ein Verrückter oder ein Verbrecher, sondern aus tiefster religiöser Überzeugung gemäß dem Koran und seinem Vorbild Mohammed.

 

Es handelt sich hier um eine klare, wenn auch nicht kausale Linie, die den Bogen spannt von Mohammed, der einst befahl, jeden Juden zu töten, den man ergreifen kann, über Hitler, der die Juden zunächst in Europa ausrotten wollte, bis hin zum iranischen Präsidenten, der heute den Staat Israel und alle Juden weltweit vernichten möchte. Für die gerechte Sache Allahs wird er es auch für richtig und angebracht halten, sogar Atomwaffen, falls er sie besitzen sollte, gegen die Ungläubigen einzusetzen. Der im Koran gründende und anbefohlene Djihad, d.h. der Einsatz für die Sache Allahs mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln, zusammen mit dem Ziel der Weltherrschaft, schließt auch diesen Schritt nicht aus. Dass die Vernichtung des Christentums mit eingeschlossen ist, sollten die Kirchen nicht außer Acht lassen.

 

„Das Endgericht kann erst beginnen, wenn alle Juden getötet sind, und erst enden, wenn Jesus alle Christen getötet hat“ (zitiert nach Hans-Peter Raddatz: „Allah und die Juden“, S. 153).

 

„Das Motiv der unbegrenzten Gewalt gegen Israel, die USA und ‚alle arroganten Mächte, die sich gegen den Islam stellen’, verbindet die Kampfkader der sunnitischen Islamisten mit ihren schiitischen Brüdern, von denen sie ansonsten nicht allzu viel halten. Djihad Islami, Hamas, Muslimbruderschaft und andere beteiligen sich an Terroraktionen und islamweiten Demonstrationen gegen die Existenz Israels und dessen amerikanische Schutzmacht“ (Dr. Hans-Peter Raddatz: „Iran“; S. 218).

 

Am Verhalten der Hamas (Harakat al-Muqawama al-Islamijja, zu Deutsch ,Islamische Widerstandsbewegung’), die als der Palästina-Ableger der Muslimbruderschaft gilt, kann man sehr gut das Verhältnis des Islams zum Judentum ablesen. Neben den religiösen Grundsätzen des Islams verbindet die Ideologie der Hamas panarabische Ideen mit Bestrebungen nach einem palästinensischen Staatswesen.

 

Die Hamas sieht Palästina als islamischen “Waqf” (religiöses Land), das bis zum Ende der Tage in moslemischer Hand bleiben muss.

 

In der im August 1988 herausgegebenen “Charta” der Hamas steht zu lesen, dass “die Befreiung des ganzen Palästina, vom Mittelmeer bis zum Jordan, das erhabenste strategische Ziel der Organisation ist. Auf der Grundlage dieser politischen Leitlinie widersetzt sich die Hamas der Idee einer palästinensischen Selbstverwaltung sowie dem Friedensprozess insgesamt.

 

“Friedensinitiativen und so genannte Friedensideen oder internationale Konferenzen widersprechen dem Grundsatz der Islamischen Widerstandsbewegung. Die Konferenzen sind nichts anderes als ein Mittel, um Ungläubige als Schlichter in den islamischen Ländern zu bestimmen … Für das Palästina-Problem gibt es keine andere Lösung als den Jihad. Friedensinitiativen sind reine Zeitverschwendung, eine sinnlose Bemühung” (Artikel 13 der Charta).

 

Von der fanatischen und militanten Hamas-Ideologie motiviert, wird es von jedem Mitglied dieser Organisation als persönliche Pflicht angesehen, sich am bewaffneten Kampf gegen Israel zu beteiligen. Das im Oktober 1990 von der Hamas verteilte Flugblatt Nr. 65 ruft zum Mord an Juden und zum Verbrennen ihres Eigentums auf: “Jeder Jude ist ein Siedler, und es ist unsere Pflicht, ihn zu töten.” “Israel existiert und wird weiter existieren, bis der Islam es ausgelöscht hat, so wie er schon andere Länder vorher ausgelöscht hat” (Präambel).

 

Was die Hamas will, ist nicht das friedliche Nebeneinander zweier Staaten, sie will vielmehr die Vernichtung der jüdischen Existenz. Dabei versteht sie sich als Vorhut der globalen Islamisierung. Sie betreibt ihren Kampf ohne Rücksicht auf Verluste, egal ob diese auf israelischer Seite oder unter ihren eigenen Leuten entstehen.

 

Was die Palästinenser in Bezug auf Israel verwirklichen wollen, entspricht im kleinen Maßstab dem, was der Islam weltweit in Bezug auf den Rest der Ungläubigen verwirklichen will: Vernichtung und Herrschaft.

 

„So komplex die Dinge hier liegen, so einfach erscheint eine Prognose: Mit dem Schicksal Israels entscheidet sich das Schicksal Europas. Ändern politische Führung und ihr medialer Arm ihr derzeitiges Islambild nicht, wird es sich islamischen Vorstellungen annähern, ohne Frieden zu schaffen. Denn bei dem universalen Anspruch des Islam bedeutet dies langfristig, dass man sich gegen den Nichtislam, gegen die Menschen Europas, ihre Kultur, die Demokratie und – Israel wenden muss“ (Dr. Hans-Peter Raddatz).