Vereinigte Staaten / 13-04-2017

Umfangreiche antisemitische Kampagne gegen Gerard Kushner. "Er sollte entlassen werden!"

source: ADL


Eine antisemitische online Kampagne wird in den letzten Tagen gegen Gerard Kushner, den jüdischen Schwiegersohn und Berater des amerikanischen Präsidenten Donald Trump, geführt, der die Ausmasse eines organisierten virtuellen Angriffs angenommen hat, der über 300 tausend mal Erwähnung erhielt -  behauptete diese Woche die ,,Anti-Defamation League".  

 

Laut der Organisation, die sich zum Ziel setzte, auf Antisemitismus und weitere Formen von Hass aufmerksam zu machen, begann diese Kampagne mit Aktivisten der ,,alternativen Rechte" (,,Alt-Right"), in Folge der Entlassung Herrn Steve Bannon von seiner Funktion im Nationalen Sicherheitsrat und des amerikanischen Angriffs in Syrien. Sie veröffentlichten Posts in Twitter, wobei sie Hashtags wie ,,Entlasst Kushner" und ,,Kushners Krieg" benutzten.

 

 

 

Schon nach einigen Tagen gewann die Kampagne an Schwung, und ein massiver antisemitischer Angriff hat begonnen, die die Trump-Administration der Eröffnung eines Krieges in Syrien, mit dem Ziel, die Interessen Israels zu fördern, beschuldigt. Diese schloss auch Behauptungen ein, laut denen Trump seinen Slogan ,,Amerika kommt zuerst" aufgegeben hat, wobei er die Politik von ,,Israel kommt zuerst" implementiert, da er Manuipulationen von Seiten Kushners und anderer jüdischer Berater ausgesetzt ist.

 

,,Was als ein paar antisemitische Tweets begann, die zur Entlassung Kushners wegen ,,jüdische Überlegenheit" befürwortenden Positionen aufrufen, hat sich schnell zu einem massiven Angriff entwickelt, der in einem antisemitischen Hass-Diskurks besteht", sagte der Vorsitzende der Anti-Defamation League, Jonathan Greenblatt. ,,Dies zeigt uns wie schnell sich ein Hass-Diskurs in sozialen Netzwerken vermehren kann, und erinnert uns an die viele Arbeit, die zur Bekämpfung von Hass getan werden muss". Die Beschäftigung damit stieg so dramatisch an, dass nach einem Tage gab es 130 Erwähnungen von Hashtags gegen Kushner, von denen viele antisemitische Aussagen enthielten.

 

 

Die erste Anspielung auf das, was am 6. April kommen sollte, nämlich amTag, an dem die USA einen Stützpunkt von Bashar Al Assad in Syrien, in Erwiderung auf einen  chemischen Angriff, der 87 Leute im Bezirk Idlib getötet hatte, angriffen. Nachher kamen dazu noch neonazistische Websites und bekannte antisemitische Aktivisten wie David Duke, die  zusätzliche Verschwörungstheorien boten, so dass bis zum 10 April (Montag), dem Tag an dem die Anti-Defamation League ihre Angaben veröffentlichte die Anzahl der diesbezüglichen Erwähnungen bei über 300 tausend lag.