Vereinigtes Königreich / 05-04-2017

NUS-Umfrage zeigt das Ausmaß der Entfremdung jüdischer Studenten auf dem Campus

source: thejc


Eine neue Umfrage über die Erfahrungen, die Studenten auf dem Campus machen, zeigt, dass zwei Drittel der jüdischen Studenten finden, dass die National Union of Students nicht sachgemäß auf die Klagen bezüglich Antisemitismus reagiert.

 

Achtundsechzig Prozent der Juden, die an der Umfrage teilgenommen haben, sagten, dass sie sich sehr unwohl fühlen, über die Tatsache, dass ihre Studentenorganisationen die Politik der BDS angenommen haben.

 

Die Umfrage wurde durch ein internes Forschungsteam für NUS durchgeführt und zielte darauf ab, eine Bestandesaufnahme zu machen über die Erfahrungen der jüdischen Studenten angesichts der steigenden Flut von Berichten über Antisemitismus und Hassverbrechen.

 

Ein weiteres beunruhigendes Zeichen war, dass die jüdischen Studenten sich mehr und mehr von der NUS getrennt / ausgeschlossen fühlen. Fast die Hälfte der Befragten - 49% - sagten, dass sie sich dabei nicht wohl fühlen würden, an Veranstaltungen der Union teilzunehmen.

 

40 Prozent sagten, dass es ihnen unangenehm wäre, sich am Entscheidungsprozess der NUS zu beteiligen.

 

Aber die Hälfte der Befragten gab an, dass es ihnen Unbehagen bereitet, an einer Diskussion über Israel / Palästina auf dem Campus teilzunehmen.

 

Die Umfrage wurde in Zusammenarbeit mit der Union der jüdischen Studenten (UJS) durchgeführt und zur Lenkungsgruppe der NUS, die diese Umfrage leitete, gehörten Herr Nagli und Izzy Lenga, ein jüdischer Student, der als Mitglied des nationalen Exekutivekommittees der Union diente.

 

Die Studie bemühte sich ebenfalls, die öffentliche Meinung in Bezug auf die Lieferung von koscherem Essen auf dem Campus zu bewerten. 42% der Schüler berichteten, dass es keine solche Versorgung auf ihren Campi oder in deren Nähe gibt.

 

Die meisten Studenten - 59% - waren überhaupt nicht einverstanden mit der Behauptung, dass ihre Universität es vermeidet, Prüfungen und Kurse an Samstagen und jüdischen Feiertagen festzulegen.

 

Der Bericht kam zum Schluss, dass die Positionen der Professoren und Studenten auf Fragen im Zusammenhang mit dem jüdischen Volk sowie im Zusammenhang mit Israel / Palästinenser, eine Herausforderung darstelle, die diskutiert werden müsse.